Regatten
Ein Bremer vom OSV segelt zwischen Alcatraz und Golden Gate Bridge Laser Masters Worlds 2011 auf der Bay von San Francisco
Als einer von sieben deutschen Laser Mastern im Alter zwischen 45 und 66 Jahren nahm das OSV-Mitglied Carsten Jungclaussen vom 5. bis 13. August an der Laser Masters WM auf der San Francisco Bay teil. Ausrichtender Verein war der St. Francis Yacht Club, der mit seiner Lage am Strand von Crissy Fields auf der Südseite der Bay und in Sichtweite des Golden Gate, einen idealen Ausgangspunkt für ein besonderes Regattaerlebnis abgab. Der gefürchtete Sommer an der San Francisco Bay machte seinem Namen alle Ehre und zog alle Register: Kalte, neblige Seewinde, die im Laufe des Tages bis auf über 25 kn auffrischen, dazu Tideströmungen von bis zu 3kn und 14°C Wassertemperatur - Lasersegeln am absoluten Limit.
Der St. Francis Yacht Club hat die WM sehr professionell organisiert, denn den 218 Teilnehmern aus aller Welt stand die unglaubliche Anzahl von 246 hilfsbereiten Freiwilligen gegenüber. Dazu gab es gutes Essen, tägliches Freibier, freie Handtücher in den Duschen und es ist sicherlich nicht üblich, dass der Commodore des St. Francis Yacht Clubs, Patrick Nolan, jeden Tag mit auf dem Parkplatz in Crissy Fields steht, das Abslippen und Aufslippen der Boote organisiert, während er jedem Segler der rausfährt viel Glück wünscht und die erschöpften Rückkehrer mit warmen Worten wieder in Empfang nimmt.
Um einen Teil dieser schönen Erinnerung mit nach Hause zum OSV zu bringen, tauschte Carsten Jungclaussen den vom Vorstand des OSV mit auf die Reise geschickten Sonderstander „100 Jahre OSV“ gegen den „Burgee“ genannten Stander des St. Francis Yacht Clubs.
Nach sechs Regattatagen und 12 Läufen reichte es für Carsten Jungclaussen zwar nur zu einem 30ten Platz innerhalb der 54-köpfigen Gruppe der Masters (45-55 Jahre), aber eine der schönsten Städte der Welt, ein großartiger Club, sehr freundliche Helfer sowie die Möglichkeit alte Freundschaften aufzufrischen und neue Bekanntschaften mit den deutschen Teilnehmern und den Seglern aus aller Welt zu schließen, machten die WM zu einer bleibenden Erinnerung.
Ergebnisse unter: http://sailingresults.net/site/event/17/overall_2_1.html
Eventseite: http://www.sflaserworlds.com/page/Laser-Masters-Worlds
Photoseiten der Profifotographen Chuck Lantz und Chris Ray
Regattergebnisse vom 18. /19. Juni 2011
Florida Masters Midwinter Week 2011 …
… oder ein norddeutscher Zugvogel segelt in Florida
Die Segelsaison hat für mich dieses Jahr bereits deutlich vor dem Winterende in Europa begonnen. Ich war zur Florida Masters Midwinter Week in West Palm Beach und Tampa:
- February 12-13, 2011 Florida Masters Championship (Results) / (Bilder)
- February 15-16, 2011 Midweek Madness (Results) / (Bilder)
- February 18-20, 2011 Masters Midwinters East (Results) (PDF) / (Bilder)
Ein seglerisches Highlight. Wo sonst kann man innerhalb von 9 Tagen 7 Tage Regatta segeln? Und das in sommerlichen Konditionen und mit international zusammengesetzten Regattafeldern an touristisch interessanten Orten?
Der Wettbewerb zwischen den Seglern aus Dänemark, Chile, Kanada, Mexiko, Dominikanischer Republik und den USA war spannend und fair. Die Woche wird von den US-Seglern gut frequentiert - manche hatten bis zu drei Tagen Anreise mit dem Auto hinter sich! Nicht unerwähnt bleiben darf die herzliche Gastfreundschaft mit der wir Mastersegler in den beiden ausrichtenden Clubs aufgenommen wurden. Für uns war es völlig unproblematisch mit unserem 19 Fuß RV jeweils auf dem Clubgelände zu übernachten und alle Annehmlichkeiten der Clubs zu nutzen.
Im Feld waren Segler wie Matias Del Solar aus Chile, der schon mitten in seiner Campaign für Olympia 2012 steckt, sein Bruder Juan Pablo, John Bertrand, Peter Vessella, Peter Seidenberg und andere vielfach seit Jahrzehnten erfolgreiche Regattasegler.
Gestartet wurde in einem Feld mit Radial und Standard, denn die amerikanischen Laserklasse praktiziert ein interessantes System: Bei Mastersregatten kann jeder Segler frei zwischen den Segelgrößen hin und her wechseln und alle werden gemeinsam gewertet. Zusätzlich werden bei der Wertung jüngere Segler je Lauf mit Strafpunkten belegt. APP (+3), Master (+2) und Grand Master (+1), d.h. die jüngeren Segler müssen entsprechend mehr Gas geben. Im Ergebnis scheint es mir ein sehr gerechtes System zu sein, auch wenn mach’ ein GGM wie z. B. Peter Seidenberg, die Extrapunkte gar nicht unbedingt brauchte.
Gleich am ersten Tag in Palm Beach wurden wir rabiat aus unserer Winterstarre geweckt. Nordöstliche Winde von 20 - 28 kn mit sich langsam aufbauendem Schwell von bis zu einem Meter hat uns gut beschäftigt. Gerade die ersten Downwinds lockten manch einen ins 21 °C warme Wasser. Nach zwei Läufen waren viele von uns erschöpft und da der Wind weiter zugenommen hatte, entschied die Regattaleitung keinen weiteren Start anzusetzen und schickte uns zurück an Land.
Weitere Bilder vom ersten Tag von Cal unter http://www.youtube.com/watch?v=_jI46bz5dfE
Nachdem der Wind die ganze Nacht fast unvermindert geweht hatte, waren die Wellen am Tag Zwei auf der offenen See sehr hoch. Die Regattaleitung entschied deshalb im Channel mit Blick auf die Villen der Reichen in Palm Beach zu segeln. Flachwassersegeln bei +20 kn Wind mit hohem Spaßfaktor. Um noch auf sechs Läufe und damit einen Streicher zu kommen, wurden vier kurze Läufe durchgezogen in denen ein Großteil der Boote innerhalb von kaum 10 Minuten über die Ziellinie fuhren. Speziell Punkt 6. des auf das Regatta-T-Shirts gedruckten Mottos bekam so eine ganz besondere Note: siehe Bild links.
Nach nur einem sehr kurzen Tag der Erholung startete am Dienstag und Mittwoch vom Palm Beach Sailing Club die Midweek Madness. Das Wetter machte die beiden Tage zu einer Florida Werbewoche – denn das war der Grund warum wir aus allen Ecken Amerikas und der Welt hierhergekommen waren - Warmes Wasser, warmer Wind und Sonnenschein. Alle sieben Läufe wurden bei herausfordernden Bedingungen mit starkem Strom parallel zum Ufer und sehr unbeständigen, östlichen Winden absolviert - die Regattaleitung hat dabei wieder ganze Arbeit geleistet.
Am Abend nach der Siegerehrung hieß es dann alles zusammenpacken und Aufbruch zur Ostküste nach Tampa. Für uns Charterboot Segler war der Deal sehr einfach: Boot abbauen und auf den Tackleshack Trailer werfen. Nach der Überquerung der Halbinsel von Florida, die wir zu einem kurzen Besuch auf Sanibel Island bei Fort Myers nutzten, lagen die Boote am Freitag im Davis Island Yacht Club in Tampa bereits wieder zum Aufriggen am Strand. Da hätte nur noch ein Caddy gefehlt...
Der erste Tag der Masters Midwinters East in Tampa begann mit einer Startverschiebung an Land, da die Tampa Bay da lag wie ein Spiegel: siehe Bild links.
Nachdem wir den ganzen Tag über die Regattaerlebnisse in Palm Beach und die Kunst des Lasersegelns philosophiert, die üblichen Diskussionen über die letzten Trimmoptimierungen geführt und Unmengen gegessen hatten, kam gegen 14:30 eine leichte Seebrise bis in die Bucht durch und die Regattaleitung beorderte uns auf die Bucht hinaus.
Für mich stellte der erste Lauf ein wahres Highlight dar. Nach der langen Warterei war das Feld sehr nervös und wir haben zwei saubere Fehlstarts hingelegt (ja die Masters starten manchmal draufgängerisch wie die Jugend im Radial). Im dritten Versuch war das Feld etwas zurückhaltender an den Start gegangen. Ich nutze die Chance und startete mit viel Platz in der Mitte der Linie. In einer großen Lücke legte ich auf Backbord um und beschleunigte mit Blick durchs Fenster auf die rechts gestarteten Segler auf gute Amwind-geschwindigkeit. Der Wind war mittlerweile auf über 13 kn aufgefrischt. In einem Dreher nach rechts, wechselte ich auf Steuerbord und sah außer den beiden Solar Brüdern, die am Pin-Ende gestartet waren, niemanden vor mir. Matias und Juan Pablo kreuzten meinen Kurs zum Greifen nah. Mit der nächsten Wende konnte ich John Bertrand abdecken und ihn auch nach mehreren weiteren Manövern bis zum Luvfass einigermaßen auf Abstand halten - Ich vor meinem Idol aus den frühen 80ern! So rundete ich direkt hinter Matias und Juan Pablo auf dem dritten Platz (John stellt dies auf seinem Blog anders dar und sah sich als Dritten - egal - es fühlte sich gut an). Während des ersten Downwinds konnte John mich langsam passieren und am Ende des Laufes hatten mich einige weitere Downwind Spezialisten überholt. Ich beendete das Rennen als Zehnter.
Nach den beiden Fehlstarts schafften wir bis zum Sonnenuntergang nur noch einen zweiten Lauf. Nach dem Zieleinlauf und bei untergehender Sonne sind wir in einer Reihe am Pinboot vorbeigefegt und jeder hat ein Dosenbier angereicht bekommen - sehr cool - leider gibt es keine Bilder. Lasersegeln kann auch im hohen Alter noch eine positive Wirkung entfalten. Gut zusammengefasst im Motto der Masters Midwinters East: siehe Bild links.
Der zweite Tag war wie aus dem Film „Am Morgen grüßt das Murmeltier“. Erst kein Wind, Start gegen 15:00 Uhr und drei Läufe. Am Sonntag zeigte sich die Tampa Bay wieder von Ihrer öligen Seite und die Regattaleitung erlöste uns um 12 Uhr von der Warterei. Da die meisten noch mehr oder weniger weite Wege nach Hause hatten, war niemand böse darüber. Die Siegerehrung wurde mit einem gepflegten Burger-Barbecue beendet und die allermeisten sagten mit großer Gewissheit „See you next year“. Bestimmt die Hälfte muss so lange nicht warten, da für sie gilt „See you in SF“!!
Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass es einfach toll war mit den US Mastern zu segeln.
Bericht auf English auf der Laser.org Seite
Regatta-Auschreibungen 2011
- Mittelweser-Mannschaftspokal 2011 (PDF Datei)
- Weserglocken 2011 (PDF Datei); Ergebnisliste auf WVH Webseite
- Bremen Cup 2011 (PDF Datei) (PDF Datei)
Ausschreibung
Conger Ranglistenregatta 2011 18. und 19. Juni
anlässlich der OSV Jubiläumsregatta ** 100 Jahre OSV
Ausschreibung als PDF oder
Word Dokument.
- Zentrale Meldestelle:
-
Thomas Stange, Heumarschstraße 14, 28309 Bremen
E-Mail
FAX. 0421 – 175 4647
Tel. 0421 -455533 - Ausrichter:
- Oberweser-Segel-Verein e.V., Wehrstraße 175, 28279 Bremen
- Zeiten:
-
- Samstag:
- 12.00 Uhr Steuerleutebesprechung
- 13.30 Uhr Startbereitschaft
- Sonntag:
- 10.30 Uhr Startbereitschaft
- 14.30 Uhr letzter letzte Startmöglichkeit
- Siegerehrung im Anschluss der letzten Wettfahrt
- Die Wettfahrtleitung behält sich vor, den Zeitplan ggf. zu ändern
- Anzahl der Wettfahrten:
- 4 Wettfahrten ( Bei bis zu 3 Wettfahrten werden alle gewertet, ab 4. Wettfahrten 1 Streicher )
- Meldegeld:
- € 30,00
- Die Abgabe der Meldung verpflichtet zur Zahlung des Meldegeldes.
-
- Meldegeld auf Konto:
- Sparkasse Bremen OSV
- Konto-Nr.:
- 111 5211
- BLZ.:
- 290 501 01
- Programme werden beim Wettfahrtbüro ausgegeben.
- Meldeschluss:
- 29. Mai 2011 eingehend
- Wettfahrtbestimmungen:
- Gesegelt wird nach den Vorschriften ISAF ( neueste Ausgabe ) und den Zusatzbestimmungen des DSV, den Klassenvorschriften sowie den im Programm enthaltenen Sondervorschriften, die mit der Abgabe der Meldung anerkannt werden. Es gilt grundsätzlich Regel 42 ohne Ausnahme – bzgl. der Klassenvorschriften.
- Sicherheitsbestimmungen:
- Beim Setzen der Flagge “Y“ besteht SCHWIMMWESTENPFLICHT. Für Jugendliche gilt grundsätzlich Schwimmwestenpflicht
- Sondervorschrift:
- Die Berufsschifffahrt hat GRUNDSÄTZLICH WEGERECHT
- Haftung:
- Der Veranstalter ist für die Eignung der gemeldeten Boote und Mannschaften nicht verantwortlich u. übernimmt keinerlei Haftung für Schäden aller Art, die sich aus der Beteiligung an der Wettfahrt ergeben.
Liegeplätze für Boote und Stellplätze Wohnmobile auf dem Gelände des Oberweser-Segel-Verein e. V., Wehrstraße 175, 28279 Bremen
- Ansprechpartner:
-
Hans-Hermann Franke
Tel. 0421 – 4919 134
E-Mail
Rahmenprogramm
Sonnabend 18.06.2011, Grillfest incl. Abendessen für Conger Teilnehmer.
Sonntag 19.06.2011. Mittagessen kostenlos für Conger Teilnehmer.
Frühstück am 18. und 19 möglich.
Anmeldung mit Personenzahl bitte mit der Regatta – Anmeldung.
Ausschreibung
OSV Jubiläumsregatta 2011 ** 100 Jahre OSV 18. und 19. Juni 2011
Yardstickregatta für alle Mitglieder eines DSV angehörenden Vereins
- Zentrale Meldestelle:
-
Thomas Stange, Heumarschstraße 14, 28309 Bremen
E-Mail
FAX. 0421 – 175 4647
Tel. 0421 -455533 - Zeiten:
-
- Samstag:
- 12.00 Uhr Steuerleutebesprechung
- 13.30 Uhr Startbereitschaft
- Sonntag:
- 10.30 Uhr Startbereitschaft
- 14.30 Uhr letzter möglicher Start
- Siegerehrung im Anschluss der letzten Wettfahrt
- Die Wettfahrtleitung behält sich vor, den Zeitplan ggf. zu ändern
- Ausrichter:
- Oberweser-Segel-Verein e.V. ( OSV )
- Wettfahrtleiter:
- Thomas Stange
- Meldegeld:
- € 25,- Einhandboote
- € 30,- Zweihandboote
- € 35,- Dreihandboote
- € 40,- Vierhandboote
- Zahlbar 2 Std. vor der 1. Wettfahrt im Wettfahrtbüro
- Die Abgabe der Meldung verpflichtet zur Zahlung des Meldegeldes.
- Programme werden direkt bei der Zahlung des Meldegeldes ausgegeben.
- Meldeschluss:
- Freitag, den 03. Juni 2011 eingehend
- Start:
- Gestartet wird nach den Wettfahrtregeln neuester Fassung. Gesegelt wird nach den Mittelweser – Yardstickzahlen.
- Früh-u. Fehlstart, Bahnänderungen, Bahnverkürzung, Abbruch: Handhabung gemäß Wettfahrtregeln.
- Schwimmwesten:
- Für alle Jugendlichen gilt Schwimmwestenpflicht, bei Einhandseglern ist es seitens der Wettfahrtleitung angeraten. Bei setzen der Flagge „Y“ müssen Schwimmwesten angelegt werden.
- Wertung:
- Die Wertung erfolgt nach dem LOW-POINT-SYSTEM.
- Wettfahrtschluss:
- Der Wettfahrtschluss wird mit drei Schallsignalen bekannt gegeben.
- Sondervorschrift:
- Die Berufsschifffahrt hat Grundsätzlich Wegerecht, ihr ist in jedem Fall auszuweichen.
- Haftung:
- Der Veranstalter ist für die Eignung der gemeldeten Boote und Mannschaften nicht verantwortlich u. übernimmt keinerlei Haftung für Schäden aller Art, die sich aus der Beteiligung an der Wettfahrt ergeben.